Gute gesunde Schule

„Landesprogramm für die gute gesunde Schule“
Mehr Bildungsqualität durch Gesundheit
Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
hat bereits 2008 ein „Landesprogramm für die gute gesunde Schule Bayern" ins
Leben gerufen, das auf die Verbesserung der Gesundheit aller am Schulleben
Beteiligter mithilfe gesundheitsfördernder Maßnahmen zielt.

Systematische Schulentwicklung ist der Weg zur guten gesunden
Schule
Gesundheit in ihrem umfassenden Sinn, nämlich körperliches, seelisches und
soziales Wohlbefinden aller, wird beim systematischen Veränderungsprozess
immer mitgedacht. Dadurch entsteht in den Programmschulen ein besonderes
Klima, in dem die eigenen Kräfte mobilisiert werden (Empowerment), Mitmachen
gewünscht und gefordert wird (Partizipation) und die Prinzipien der Salutogenese –
„Ich verstehe es, ich kann es schaffen und es ist sinnvoll für mich“ – berücksichtigt
werden.
Die Entwicklung zur guten gesunden Schule beginnt mit einer Bestandsaufnahme,
bei der Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeiter befragt
werden, wie sie ihre Schule erleben. Auf dieser Basis kann jede Schule
Entwicklungsschwerpunkte auswählen, deren Umsetzung planen und nach
angemessener Zeit wieder überprüfen. Bei allen Schritten werden Eltern und
Schülerinnen und Schüler mit einbezogen. Denn nur da, wo die an Schule
beteiligten Menschen Handlungsbedarf sehen, sind sie auch bereit Zeit und Kraft
für Veränderungen einzusetzen.

Hintergrundinformationen:

Beispiele aus den Schulen
Gesundheitsbezogene Maßnahmen können in allen Bereichen der Schule
angesiedelt sein.

Unterricht - Kommunikationstraining, Bewegte Lernformen, Trinken im Unterricht,
„Mit der Stimme Raum einnehmen“

Management - Veränderte Pausenregelungen und Stundenverteilungspläne,
Lehrerarbeitsplätze, Teamentwicklung im Kollegium, Informationskonzept

Schulklima und Schulkultur - Werteerziehung, soziales Lernen, Eltern- und
Schülerbeteiligung, Kollegiale Fallberatung, Gesunde Pausenverpflegung durch
Schülerunternehmen, Wertekanon

Gebäude und Freiflächen - Lernfördernde Klassenzimmer,
Bewegungsmöglichkeiten im Schulhof, Raum der Stille für Schüler,
Lehrerruheraum

Schulentwicklung und Qualitätsmanagement - Bestandsaufnahme durch
Befragung aller Beteiligten, Steuergruppenbildung mit Schulleitung, Lehrkräften,
Eltern und Schülern, Dokumentation von Maßnahmen

Gemeinsam erreicht man mehr
Von großer Bedeutung ist bei Projekten zur Gesundheitsförderung die regionale
Vernetzung mit den Partnern vor Ort. Die regionalen Schulnetzwerke bieten eine
Plattform für den Austausch zwischen den Schulen. Dadurch werden neue Impulse
gesetzt, aber auch die gemeinsame Arbeit angeregt. Hier werden auch
Fortbildungen angeboten, die für alle Schulen bedeutsam sind. Beispielsweise
Gesundheitsmanagement für Schulleitungen, Projektmanagement, Kommunikation
und Kooperation mit Eltern und Schülern. Die Vernetzung mit lokalen
Kooperationspartnern, die zur schulischen Gesundheitsförderung beitragen
können, wird ebenfalls angebahnt. Kliniken, Ärzte, Jugendarbeit,
Wohlfahrtsverbände und viele andere beteiligen sich. Bei der regionalen
Vernetzung werden lokale Politiker mit einbezogen. Landräte und Bürgermeister
sind als Sachaufwandsträger der Schulen bei Veränderungsanliegen der Schulen
gefordert.